"BOOM", Werkschau der Musical Arts Academy
Wenn die Stadt noch schläft, startet BOOM: Gesang, Tanz, eine Zwischenwelt, in der Passant:innen zu Comic-Gestalten werden.
"BOOM" ist kein Titel, es ist ein Geräusch: das kurze Aufreißen der Nacht, wenn die Stadt noch so tut, als würde sie schlafen – und irgendwo zwischen Laternenkegel und Bushaltestelle jemand beschließt, dass Stillsein heute keine Option ist.
Eine Straße, frühe Morgenstunden. Asphalt, der noch warm ist von gestern. Menschen stehen da, wie zufällig hingestellt. Normale Körper, normale Jacken, normale Müdigkeit; im Kopf: Capes, Masken, Missionen. Nicht die glänzende Version – eher die, die man sich selbst geben muss, wenn man noch nicht weiß, ob man gerade flieht oder endlich ankommt.
"BOOM" spielt in der Lücke zwischen dem, was ist, und dem, was in uns wohnt. Zwischen „Ich bin nur jemand“ und „Ich könnte alles sein“. Diese Superkraft ist manchmal dunkel, unbequem, nur ein Überlebensreflex mit Rhythmus. Aber sie ist da. Und wenn sie sich zeigt, dann nicht als Erklärung, sondern als Präsenz.
Immer wieder tauchen Figuren auf wie aus Rauch gezeichnet, comicartig, flüchtig: Helfer und Gegner, Geister und Passanten. In der Realität vielleicht nur Menschen, die vorbeigehen. In den Köpfen der anderen: Rollen, die auftauchen, kippen, verschwinden.
Diese Werkschau von Schülerinnnen und Schüler ist kein „Schaut mal, was wir können“. Eher: Schaut mal, was passiert, wenn wir uns erlauben, da zu sein. Kunst, die nicht verstanden werden muss, weil sie kein Rätsel sein will, sondern ein Augenblick. Am Ende bleibt vielleicht keine Antwort. Nur dieses Nachhallen: eine Straße, ein Chor aus inneren Monologen, ein paar Schatten aus Rauch. Und das Gefühl, dass die Welt kurz geöffnet war – wie ein Comic-Heft, das man zufällig aufschlägt und merkt: Diese Figur… die kenne ich. Die bin ich.
<p">Ticketpreis: 10 € und 5 € (Schüler/Studierenden). <p">Tickets sind hier erhältlich (Eventim Webshop benutzt Cookies)
